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Geschichte der Fegetasche
 
     

Geschichte

Zwischen Großem Plöner See und Edebergsee, also genau an der Stelle, wo sich noch heute die Fegetasche befindet,
hat sich im Mittelalter eine Zollstation befunden. Dort, wo heute Gäste bewirtet werden und Ausflügler Station machen,
mussten Reisende und Händler Zölle und Wegegeld entrichten, die Taschen wurden also „ausgefegt“.

Daher stammt auch der Name „die Fegetasche“.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde diese Zollstation bereits im 13. Jahrundert. Schon zu dieser Zeit
 wurde von den Zöllner nebenbei eine Gastwirtschaft betrieben, in der sich die erschöpften
Reisenden ausruhen, stärken und übernachten konnten.

Im Jahre 1783 ging die Fegetasche an die Stadt Plön über, die sich verpflichten musste,
Straße, Brücke und Schlagbaum auf eigene Kosten instand zu halten.
Sollte ein neues Zollhaus nötig werden, so oblag es ebenfalls der Stadt, dieses einzurichten.
Im selben Jahr noch verpachtete die Stadt den Zoll an den Bürger Andreas Petersen.

     

In den Herzogtümern wurden am 1. Mai 1838 kraft Verordnung alle Zölle aufgehoben. Der letzte bekannte Pächter
der Fegetasche namens Lütjohann beantragte daraufhin eine Entschädigung für die verlorenen Zolleinnahmen.
Ihm wurde eine Abfindung von 200 Talern gewährt.

So verschwand zwar die Zollstation, das Gasthaus jedoch erfreute sich weiterhin großer Beliebtheit.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Fegetasche von Ludwig Boll gekauft, der einer Familie entstammte
 die in Lütjenburg eine große Schnapsbrennerei betrieb. Auch diese Schnapsbrennerei existiert heute noch.

 Als 1892 die 5-Seen-Fahrt gegründet wurde (zu deren Gründern auch Ludwig Boll gehörte) und der Fremdenverkehr
 in der Region immer mehr zunahm, entwickelte sich die Fegetasche zu dem beliebten
Reise- und Ausflugsziel, das sie auch heute noch ist.